Thaumaturgische Rituale
Rituale sind thaumaturgische Formeln, die man sorgfältigst vorbereiten und unter genau festgelegten Umständen nach strengen Prozeduren durchführen muss. Rituale sind weniger vielseitig als Pfade, da ihre Effekte direkt sind und feststehen, passen aber genauer auf spezifische Situationen.
Alle Thaumaturgen können Rituale durchführen, doch muss jedes davon einzeln gelernt werden. Indem der Anwender sich mit den arkanen Grundkonzepten der Blutmagie vertraut macht, erwirbt er Kenntnis der Zauberformeln, die man zur Durchführung von Ritualen braucht.
Thaumaturgische Rituale sind je nach Macht auf einer Skala von 1-5 eingestuft. Der Thaumaturgiewert eines Charakters muss zumindest der Stufe des Rituals entsprechen, damit er es erfolgreich durchführen kann. Die Durchführung eines Rituals dauert mindestens fünfmal die Stufe in Minuten.
Um Rituale zu wirken, muss man erfolgreich auf Intelligenz + Okkultismus würfeln, und die Schwierigkeit entspricht (3 + Ritualstufe, maximal 9). Nur 1 Erfolg ist nötig, damit das Ritual gelingt, doch können gewisse Zauber mehr Erfolge erforderlich machen oder haben je nachdem, wie gut der Anwender würfelt, unterschiedliche Auswirkungen. Sollte ein Wurf zur Aktivierung eines Rituals misslingen, ermutigen wir den Erzähler, seltsame Ereignisse oder Nebenwirkungen auftreten zu lassen oder gar den Eindruck zu erwecken, als habe das Ritual geklappt, nur um den Fehlschlag später aufzudecken. Ein verpatzter Ritualwurf könnte gar auf einen katastrophalen Fehler hinweisen oder einen schlecht gelaunten Dämon beschwören.
Manchmal sind Materialkomponenten nötig, die beim Ritual selbst angegeben sind. Es könnte sich um Dinge wie Kräuter, Tierknochen, zeremonielle Gegenstände, Federn, Molchaugen, Froschzehen usw. handeln. Der Erwerb von Materialkomponenten für ein mächtiges Ritual könnte den Ausgangspunkt einer gesamten Geschichte bilden.
• Abendfrisches Erwachen
- Vitaekosten
- 0
- Willenskraftkosten
- 0
- Wurf auf
- Intelligenz + Okkultismus
- Ziel
- selbst
Dieses Ritual erlaubt einem Vampir, am Tage beim geringsten Anzeichen von Gefahr sofort aufzuwachen. Wenn sich möglicherweise schädliche Umstände ergeben, erhebt sich der Anwender sofort, bereit, sich dem Problem zu stellen. Zur Durchführung dieses Rituals sind Federn erforderlich, die das Kainskind verbrennen muss und deren Asche er über seinem geplanten Schlafbereich verstreut.
System: Dieses Ritual muss ein Vampir durchführen, bevor er sich darauf vorbereitet, den kommenden Tag zu verschlafen. Jede Unterbrechung des Rituals macht die Magie wirkungslos. Bei Gefahr erwacht der Anwender und kann die Regel bezüglich des Einflusses der Menschlichkeit/des Pfades des Vampirs auf die Anzahl von Würfeln, die er tagsüber einsetzen darf, für die beiden ersten Runden, in denen er handelt wird, außer Acht lassen. Danach gilt sie wieder, aber der Charakter wird ungeachtet seiner Menschlichkeit oder seines Zustands rechtzeitig aufwachen, um der Gefahr zu begegnen. Schwierigkeit: 4 Materialkomponenten:
- Federn
•• Illuminate Trail of Prey
- Vitaekosten
- 0
- Willenskraftkosten
- 0
- Wurf auf
- Intelligenz + Okkultismus
- Ziel
- selbst
- Dauer
- Bis zum Erreichen des Ziels oder bis zum Morgengrauen
Dieses Ritual enthüllt den Pfad den ein Ziel genommen hat. Die Spuren werden leicht glühend hervorgehoben, selbst wenn sie physisch bereits verwischt sind. Selbst Pfade durch die Luft von Tier oder Übernatürlicher Wesenheit, erscheinen im fahlen Licht. Sollte das Ziel jedoch durch tiefes Wasser waten oder gar tauchen, verliert sich die Spur an diesem Punkt. Spätestens mit dem Aufgehen der Sonne verliert sich die magische Spur.
System: Der Thaumaturge muss eine Schleife weiße Seide verbrennen und dabei ein klares Bild oder den Namen seines Ziels im Geiste heraufbeschwören. Schwierigkeit: 5 Materialkomponenten:
- Schleife weiße Seide